Lernen für die Heilpraktikerprüfung – ein paar Tipps

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Online Lernen mit e-Vidia

Immer wieder werde ich mit der Frage konfrontiert: „Eva, wie soll ich denn diese Masse an Wissen in meinen Kopf bekommen???“ Beginnt man mit der Heilpraktikerprüfungsvorbereitung, sind die meisten erst einmal vom Stoffumfang erschlagen. Ein Blick in Prüfungsfragen und mündliche Prüfungsprotokolle lässt ein flaues Gefühl im Bauch aufkommen. Wie soll ich dies alles neben Beruf, Familie und Privatleben bewerkstelligen? Die Ausbildung oder das Studium sind meist schon längere Zeit vorbei, die grauen Zellen nicht mehr im Training. Kein Grund in Panik zu geraten. Hier ein paar Tipps, das Lernen effektiv zu gestalten:

Fragen, die man vorab klären sollte:

Wie viel Zeit habe ich WIRKLICH um zu lernen?

Denke genau nach, was für dich ein REALISTISCHES Pensum in der Woche ist. Überfordere dich nicht, wenn du sowieso schon einen 14 Stunden Tag hast, aber plane feste Zeiten ein, die du auch unbedingt einhaltet solltest, denn schließlich willst du dein Ziel in einem absehbaren Zeitraum erreichen und nicht lebenslang über den Büchern hängen. Versuche die Themen unseres Grundkurses, Crashkurses oder Intensivkurses nachzuarbeiten, so dass du am Ball bleibst und den Faden nicht verlierst.

 

Nachteule oder Lerche?
Der Wecker klingelt und du bist mit einem Sprung aus dem Bett? Dann gehörst du zu den Lerchen. Vielleicht kannst du dir morgens deine Lernzeit einrichten und dann mit dem guten Gefühl bereits produktiv gewesen zu sein in den restlichen Tag gehen. Oder gehörst du zu den Nachteulen und wirst abends noch einmal richtig fit und kannst die Zeit nutzen, wenn alles andere schon erledigt ist? Durch unser effizient erprobtes Online-Lernsystem kannst du beispielsweise das Anhören der Aufzeichnungen optimal in deinen Tag integrieren.

Qualität und Quantität
Wichtig ist die Qualität und Effektivität und nicht die Quantität deiner Lernzeit. Ein oder zwei Stunden konzentriertes Arbeiten ist viel besser als 6 Stunden herumzugoogeln, noch eine schöne Mindmap zu entwerfen und das fünfte Mal ein neues Script zu schreiben. Verzettele dich nicht! Auch wenn du anfangs vielleicht mit dir selber haderst – du wirst bemerken, dass dein Gehirn bei regelmäßiger Nutzung auf Touren kommt und du dich mit der Zeit immer besser und länger konzentrieren kannst. Vergeude keine Zeit ewig eine Frage zu recherchieren. Schreibe sie dir auf und stelle sie in unserem Kurs, auch andere werden sich vielleicht schon die gleiche Frage gestellt haben.

Aller Anfang ist schwer
Zu Beginn deiner Prüfungsvorbereitung wirst du vielleicht das Gefühl haben vor einem Berg oder gar einer ganzen Bergkette, deren Gipfel du nicht erblicken kannst, zu stehen. Lass dich nicht entmutigen. Die Erkundung unseres Körpers ist wie ein Puzzle, das man macht. Zuerst sieht man nur unzählige Teile, die scheinbar zusammenhangslos nebeneinander liegen, doch mit der Zeit passen immer mehr Teile ineinander und ergeben einen Sinn. Umso mehr Zusammenhänge du erkennst, umso besser wird sich alles zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Arbeite die Aufzeichnungen aus deinen e-Vidia-Kursen nach und du wirst sehen, dass sich der Wald bald lichtet.

Kumulatives Lernen
Wenn die Medizin für dich ein neues Feld darstellt, musst du dich erst einmal in ihre Terminologie einarbeiten. Da kommt man nicht herum. Stupides Auswendiglernen des gesamten Stoffes führt aber schnell zur Frustration. So ist es uns teilweise in der Schule beigebracht worden. Da hat man sich wochenlang mit einem Thema beschäftigt und dennoch ist so vieles nicht mehr abrufbar. Was kann man dagegen tun? Gewisse Dinge muss man auswendig lernen, ja, aber das Zauberwort ist eigentlich ganz einfach: Du musst den Körper, seine Organe und Stoffwechselvorgaenge VERSTEHEN. Am Anfang solltest du dich erst einmal mit der Anatomie und der Physiologie auseinandersetzen. Es geht jetzt noch nicht darum, dass du jedes Detail kennst, sondern dass du Informationen in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen. Beginne noch nicht mit den Blutwerten der Niere, wenn du gar nicht weißt, wie sie funktioniert. Wenn du weißt, was die Funktion eines Organes ist, fällt es dir leicht, die Pathologie davon abzuleiten. Ein Beispiel: Du lernst die Funktionen der Leber: Abbau- und Entgiftungsfunktion, Synthesefunktion, Speicherfunktion, Thermogenese und Vitamin D-Stoffwechsel. Diese Aufgaben und deren Unterfunktionen musst du natürlich auswendig lernen. Bevor du dir jetzt aber in einem Buch die Symptome einer Leberzirrhose anschaust, klapp‘ es erst einmal zu und stelle dir selber Fragen, z.B.:“ Ich habe eben gelernt, dass die Leber giftiges Ammoniak aus dem Eiweißstoffwechsel zu Harnstoff umwandelt. Was hat das jetzt für Folgen, wenn sie das nicht mehr ausreichend kann? Hmm, Ammoniak wirkt neurotoxisch, ist also ein Nervengift. Es gibt periphere Nerven – was könnte es dort für Folgen haben? Tja, derjenige fängt vielleicht an zu zittern – ach, das kenne ich ja von Alkoholikern – und er könnte vielleicht auch Koordinationsstörungen haben. Aber es gibt ja auch Nerven im Gehirn, wie könnte das denn auf so ein Gift reagieren? Na ja, er könnte sicherlich Kopfschmerzen haben, vielleicht etwas benommen sein, wenn es schlimmer wird, könnte er vielleicht sogar Sprachstörung zeigen.“ Und NUN erst schaust du mal nach, was dein Lehrbuch dazu sagt und siehe da – das steht ja tatsächlich da drin! Und du dein Gehirn habt es euch erarbeitet. Diese Information verankert sich jetzt viel besser in deinem Gedächtnis, als wenn du passiv einfach die Symptomliste auswendig gelernt hättest. Jetzt ergänzt du einfach noch die Dinge, auf die du nicht gekommen bist. Wann immer du eine neue Information hörst oder liest, frage dich, ob du sie auch tatsächlich begriffen hast.

Nutze verschiedene Lernkanäle

Niemand lernt nur mit einem Sinn. Grundsätzlich unterscheidet man einen auditiven, visuellen, kommunikativen und motorischen Lerntypen. Wie kannst du dir Dinge am besten merken? Wenn dir jemand etwas erzählt? Wenn du etwas liest? Wenn du eine Mindmap siehst? Wenn du mit jemandem über ein Thema diskutierst? Wenn du etwas ausprobieren kannst oder Experimente durchführst? Kläre für dich, wie dir das Lernen am einfachsten fällt, aber beschränke dich nicht nur auf einen Lernkanal. Je mehr Sinne du nutzt, umso besser  prägen sie sich ein. Z.B. nimmst du am Liveonlineunterricht von e-Vidia teil (sehen und hören), diskutierst im Unterricht und den Lerngruppen (LINK) mit (kommunizieren) und machst dir Notizen oder Karteikarten. Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich nicht genug unterstreichen, wie wichtig der aktive Austausch, das Reden ist. Man kann sich beispielsweise eine Erkrankung 10 Mal durchlesen und sie verstehen, das heißt aber noch lange nicht, dass man sie in eigenen  Worten wiedergeben kann. Das muss man, so wie wir das in unserem Intensivkurs praktizieren, so oft wie möglich üben, ob in einem Kurs, einer Lerngruppe oder indem man einfach mit sich selber spricht. Achte dabei auf Struktur (z.B. Definition, Ursache, Symptome, Komplikationen, Therapie).

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