Homöopathische Geschichten

Happy Halloween mit Rufus & Homer
von Carina aus unserem Forum (Lies die Teilnahmebedingungen, mach mit und gewinne!)

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Jedes Jahr Ende Oktober packte ihn dasselbe Ritual. Es war für ihn fast schon zwanghaft: „Ich muss mich verkleiden!“ Gegen diese nahezu fixe Idee, konnte Rufus Tocks nicht an. Es überkam ihn und machte ihn extrem ruhelos.

Auch im vergangenen Jahr war es wieder soweit: „Was soll ich anziehen?“, „Welche Verkleidung ist gruselig genug?“ – all das schoss dem sonst eher schüchternen Rufus am 29.10.2011 durch den Kopf. Er konnte sich noch ganz genau an diesen Tag erinnern, denn es war der Tag gewesen, wo er zum ersten Mal in seinem Leben einen bläschenförmigen Hautausschlag bekommen hatte. Einen Hautausschlag, der zugleich juckte und stach und brannte. 3 Tage dauerte dieser Ausschlag an und es hatte ihn noch gewundert, dass er sich nach jeder heißen Dusche besser fühlte.

Rufus war unruhig. Er fragte sich, ob ihm in diesem Jahr wieder so ein tolles Kostüm einfallen würde, wie im Jahr zuvor. Das machte ihn nervös. Und dann war da auch noch diese feuchte Kälte – Rufus hasste den nassen Oktober. Er war Farmer und das Land fragte nicht danach, ob das Wetter gut war. Das Land musste beackert werden – ob Regen, Nässe, Kälte, Sonne oder Trockenheit … Und jeden Morgen brauchte er in diesen kalten, nassen Tagen noch mehr Anlaufzeit, um seine Schmerzen zu überwinden. Er fühlte sich lahm, steif, die Gelenke knackten und taten weh. Sein einziger Trost war, dass es im Laufe des Tages besser werden würde. Bewegung! Bewegung war das, was ihm richtig gut tat.

Und auch jetzt, wo ihm die Fragen nicht aus dem Kopf gingen, wie er denn seine diesjährige Halloween-Verkleidung aussehen würde, merkte er, wie er von einem Bein auf das andere wechselte. Er war unfähig, sich zu entspannen. Er musste sich bewegen. Und die Nächte vor Halloween waren nicht gerade angenehm. Er hatte Angst – da war diese Besorgnis. Diese Besorgnis, die eigentlich nur in der Nacht aufkam. Nachts, wenn er im Bett lag und unfähig war, sich zu entspannen.

Dann endlich war Halloween! Rufus machte sich fertig, zog sich um. Er war fröhlich und freute sich auf den Abend. Bevor er die Haustür verschloss, rieb er noch 3mal über den Türknauf. Ein Ritual, was er immer wiederholte, wenn er das Haus verließ – es brachte ihm Glück. Auf der Party angekommen kroch die Angst in Rufus hoch … er hatte seine Getränke zu hause vergessen. Rufus atmete tief durch und war froh, als er seinen besten Freund Homer Patson sah. Homer war wie immer, in der Menge fast nicht auszumachen. Es war, als würde er mit den umstehenden Menschen eins werden. Er sah so gleich aus und doch so anders.

Rufus ging auf  Homer zu und begrüßte ihn. Er wusste, dass sein Freund ihm gut tun würde. Er nahm das Wasser, was Homer ihm reichte, trank es aus und schaute seinen Freund fragend an. Der lächelte nur und sagte „lass uns feiern, Rufus – dich vergiftet schon keiner, deine reißenden Schmerzen sind morgen Geschichte und auch das Jucken hört garantiert bald auf“.

Na, welches Mittel hat er bekommen?

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