Adventskrimi 18. Dezember – Homer Patson an der Côte d’Azur


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Am Flughafen von Nizza schien die Sonne. Homer Patson hatte sich einen Mietwagen besorgt und war auf dem Weg in das nahegelegene Bergdorf Saint Paul-de-Vence. Unterwegs hielt er an, um das azurblaue Meer zu betrachten und aß ein wenig Socca, eine Spezialität aus Nizza – einfach, aber köstlich. Hm, vielleicht sollte er noch einen Tag dranhängen und im Hôtel du Cap oder im Carlton in Cannes übernachten. Mal sehen, wie der Tag sich entwickeln würde.

Das kleine Dorf zählte gerade einmal dreieinhalbtausend Einwohner. Ab dem Frühling würden sich hier wieder zahlreiche Touristen tummeln, aber im Dezember wirkte der Ort fast ausgestorben. An der Grande Fontaine bog er in eine kleine Gasse ein. Ein alter Mann mit Schirmmütze beobachtete ihn aufmerksam. Vor einem kleinen Haus mit schweren Fensterläden blieb er stehen. Er klopfte an die Tür. Niemand öffnete. Eine Klingel konnte er nirgendwo entdecken. „Was wollen Sie?“, ertönte eine Stimme. Homer Patson sah sich um und sah eine alte Frau deren ganzes Gesicht von Runzeln und Furchen gekennzeichnet war. „ Ich bin auf der Suche nach Magali Lefour“, entgegnete er. „Die kleine Magali? Wo sie steckt weiß ich nicht, aber ihre Mutter finden sie in dem Laden neben der Boulangerie.“ „Haben Sie vielen Dank, Madame.“
Homer erreichte den kleinen Laden und erblickte eine attraktive Frau in den Sechzigern. „Madame Lefour?“ „Oui?“ „Mein Name ist Homer Patson. Ich bin Neurochirurg und auf der Suche nach Ihrer Tochter.“ „Madame Lefours Gesichtsausdruck verdüsterte sich. „Was wollen Sie von Magali?“ „Ich möchte ihr ein paar Fragen bezüglich des AIDS-Projekts in Südafrika stellen, es ist wichtig.“ „Arbeiten Sie mit diesen Leuten zusammen?“, fragte Madame Lefour argwöhnisch. „Nein, nicht direkt. Ich war allerdings in der Station und dort sind mir ein paar Dinge sagen wir mal – merkwürdig – vorgekommen und Ihre Tochter könnte mir möglicherweise ein paar Informationen geben.“ Die Frau schwieg und betrachtete Homer eingehend. Schließlich erwiderte sie: „ Monsieur Patson, Magali ist verschwunden. Sie kam vor ein paar Wochen zu mir und wollte den Winter über hier bleiben. Eines Abends fuhr sie nach Villeneuve Loubet zu einer Freundin. Sie wollten nach Nizza ins Kino fahren. Aber Magali ist dort niemals angekommen. Keine Spur von ihr oder Ihrem Wagen. La police konnte nichts finden. Mittlerweile haben sie die Suche eingestellt. Wir haben das Verschwinden bislang vor der Presse geheim halten können, ich wär Ihnen sehr verbunden, wenn dies so bleiben Würde.“ Homer war betroffen, was war Magali zugestoßen und hatte dies etwas mit Südafrika zu tun? „Madame Lefour, was hat Ihnen Magali von Ihrer Arbeit erzählt? Jedes Detail könnte von allergrößter Wichtigkeit sein!“ Die Dame schüttelte den Kopf. „Normalerweise hat Magali mir alles erzählt, aber über dieses AIDS-Projekt hat sie eisern geschwiegen. Da war nichts aus ihr rauszubekommen. Ich weiß noch nicht einmal, warum sie dorthin gegangen ist, denn anfangs war sie so passioniert und stürzte sich mit vollem Elan in die Arbeit. Doch irgendwann verstummte sie und erzählte gar nichts mehr. Ein paar Wochen später war sie auf einmal wieder da. Sie traf sich dann sehr häufig mit Colette, einer alten Freundin. Nachdem Magali verschwunden war machte Colette eine Andeutung, dass Magali in Schwierigkeiten stecke und dass sie nun auf Reisen gehen würde, um mehr darüber zu erfahren.“ „Wie kann ich Colette erreichen?“ fragte Homer. „Ich kann Ihnen Ihre Handynummer geben, aber meist hat sie es aus“ Madame Lefour reichte ihm einen Zettel mit zwei Nummern. „Die untere Nummer ist meine. Wenn Sie irgendetwas herausbekommen, unterrichten Sie mich bitte Mr. Patson.“ Die Frau sah auf einmal sehr zerbrechlich aus. „Das werde ich, seien Sie gewiss“, antwortete Homer. „Eine Frage hätte ich allerdings noch: Seit wann haben Sie dieses Geschwür an der Lippe? Tut es weh?“ „Oh“, Madame Lefour wirkte peinlich berührt, “ Nein, das tut nicht weh. Das ist schon seit einiger Zeit da. Da es aber hautfarben ist, stört es nicht zu sehr.“ „Lassen Sie bitte einen Dermatologen einen Blick darauf werfen“, sagte Homer. „Leben Sie wohl. Ich melde mich, sobald ich mehr erfahren habe.“
Wieder im Wagen zückte Homer Patson sein Handy und wählte Colettes Nummer. Mailbox. Er hinterließ eine Nachricht und machte sich auf nach Villefranche.

Lösung:
Was hat Madame Lefour an der Lippe?

Nicht ausgewählt Erythema nodosum
Nicht ausgewählt Melanom
Nicht ausgewählt Herpes
Ausgewählt Basaliom Ihre Lösung ist korrekt
Nicht ausgewählt Erysipel


Du musst dich zum Beantworten der Fragen in unserer Lernplattform ILIAS anmelden (natürlich ist die Anmeldung kostenlos) bzw. einloggen. Du findest alle Informationen zum Adventskalenderspiel hier: www.adventsbonus.de

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