Adventskrimi 11. Dezember – Der Professor


11. Dezember: Homer Patson verließ den Hauptbahnhof Barcelona-Sants um 13 Uhr. Eigentlich hatte er Hunger, aber er wollte noch vor dem Essen mit seinem Neffen Luzius seinen Bekannten Professor Ersinio Justinian besuchen, der an der CREAL (Centre for Research in Environmental Epidemiology) unterrichtete. Er nahm die gelbe Linie der Metro und erreichte gegen 14 Uhr das erstaunlich große runde Gebäude. Die Sonne glitzerte auf dem Wasser und die Palmen bogen sich im kräftigen Wind.
CREAL Barcelona

Er betrat einen hohen Raum, in dem zahlreiche Flaschen in Regalen aufgereiht waren oder herumstanden. Auf den breiten, niedrigen Tischen, von denen es mehrere im Raum gab, glänzten Reagenzgläser und auf Bunsenbrennern flackerten kleine blaue Flammen. Der Professor saß an einem der entfernter stehenden Tische und war über seine Arbeit gebeugt. Als er Homer´s Schritte hörte, sprang er mit einem Freudenschrei auf.

Ich hab’s gefunden, ich hab’s gefunden!“ rief er ihm zu und lief ihm mit dem Reagenzglas in der Hand entgegen. „Ich habe ein Reaktionsmittel gefunden, das das JC-Virusprotein auch außerhalb des ZNS nachweist.“ Wenn er eine Goldmine entdeckt hatte, hätte er keine größere Freude ausstrahlen können.
„Mein lieberPatson, ich sehe Sie sind in Toldeo gewesen!“
„Wie um alles in der Welt können Sie das wissen?“ fragte Homer erstaunt.
„Nichts für ungut“, sagte er und lachte in sich hinein. „Was mich jetzt interessiert, ist die Frage des JC-Virusproteins. Ich nehme doch an, daß Sie die Bedeutung meiner Entdeckung sehen?“
„Sie ist sicher sehr interessant, aber wie sind Sie darauf gekommen danach zu forschen?“
„Ganz einfach: Ich erforsche die Bedeutung von Erregern wie Viren für die Entstehung von Krebs. Sehen Sie nicht, dass wir in Zukunft unfehlbare Beweise für das Vorhandensein eines entarteten Gewebes haben könnten? Ja, dagegen sogar impfen könnten? Oder aber auch Tumore ganz einfach auslösen könnten“, er zwinkerte ihm verschmitzt zu,“Kommen sie einmal hier herüber!“
In seinem Eifer packte er Homer am Mantel und zog ihn hinüber zu dem Tisch, an dem er gearbeitet hatte.
„Wir brauchen nur ein bißchen frisches Blut von Ihnen“, sagte er und zog die Hand von Homer zu sich heran.
„Nein, nein, mein Lieber“, sagte dieser. „Ich bin nicht hierher gekommen um mit Ihnen zu arbeiten, auch wenn das sehr aufschlussreich sein könnte….leider muss ich noch weiter heute. Ich wollte eigentlich nur meine Glückwünsche zu ihrem großen Erfolg persönlich aussprechen. Man hört ja in medizinischen Kreisen ständig von Ihnen! Was ist denn eigentlich aus Ihrer Forschung zum Thema Yersiniosen geworden?“
Der Professor lächelte mysteriös “Das wollten sehr viele Leute gerne wissen, aber ich kann dazu noch nichts weiter veröffentlichen. Also Patson,“ sagte er plötzlich unwirsch, „wenn Sie mir nicht helfen wollen, kann ich mir diese Unterbrechung meiner Arbeit nicht länger leisten. Grüßen Sie mir Ihren Neffen. Sicher sind Sie seinetwegen hier. Auf Wiedersehen.“
„Auf Wiedersehen!“, sagte Homer und schlenderte, nachdem er das Forschungszentrum verlassen hatte, dem kleinen Fischrestaurant zu. Der Professor hatte sein volles Interesse geweckt.

Frage und Antwort:
Welche Krankheiten können beim Menschen durch die Yersinien (ein Gruppe von gramnegativen, vorwiegend anaeroben Stäbchenbakterien) ausgelöst werden?
Wähle 3 Antworten

Ausgewählt Pest Ihre Lösung ist korrekt
Ausgewählt Pseudoappendizitis Ihre Lösung ist korrekt
Nicht ausgewählt Trachom Ihre Lösung ist korrekt
Nicht ausgewählt Pseudotuberkulose Ihre Lösung ist korrekt
Nicht ausgewählt Ornithose Ihre Lösung ist korrekt
Ausgewählt Enteritis Ihre Lösung ist korrekt


Du musst dich zum Beantworten der Fragen in unserer Lernplattform ILIAS anmelden (natürlich ist die Anmeldung kostenlos) bzw. einloggen. Du findest alle Informationen zum Adventskalenderspiel hier: www.adventsbonus.de

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